Quelle: LHM DIR PIA, Michael Nagy

Quelle: LHM DIR PIA, Michael Nagy

Quelle: LHM DIR PIA, Michael Nagy

Quelle: LHM DIR PIA, Michael Nagy

Bundesgartenschau BUGA

Die BUGA 2005 eröffnete mit einem sommerlangen Gartenfest völlig neue Perspektiven auf die Natur. Entstanden auf dem südlichen Drittel eines hochmodernen neuen Quartiers für Wohnen und Arbeiten, verband sie als grünes Band Urbanität und wilde Natur. In ungewohnten Größen wurden Mikroorganismen und Blattstrukturen, Unter- und Überirdisches – kurz: Lebensbereiche von Flora und Fauna wurden überdeutlich groß und deshalb beeindruckend einem staunenden Publikum gezeigt. Unvergessen das Vogelnest aus einem gigantischen Baumstamm-Mikado oder die labyrinthischen, feuchtkühlen Gänge eines überdimensional großen Maulwurfshügels. Sinn des Ganzen zwischen Tulpenfeldern, Kiefern-Eichen-Hainen und Birkenwäldchen: Spielerisches Lernen mit allen fünf Sinnen, Erfahren ökologischer Zusammenhänge, Nachdenken über Ursachen des Klimawandels, über Nachhaltigkeit, natürliche Ressourcen – und das Leben.
Vor allem aber: Spaß und Erholung inmitten eines bunten Blüten-, Stauden- und Wildblumenmeeres, wie es sich für eine Bundesgartenschau gehört. Wer vom Blickwinkel „von unten“ genug hatte, konnte sich anschließend, wie einst die Flugzeuge von diesem Ort, in die Lüfte heben lassen und in einer Seilbahn über die ausgedehnten blühenden Landschaften hinweg schweben. Dieser ebenso ungewöhnliche wie unvergleichliche Landschaftspark blieb den Menschen im Münchner Osten (und darüber hinaus) als eines von vielen wertvollen Relikten der BUGA 2005 erhalten. Ebenso wie die vielen bunten und grünen Projekttupfen, die im Rahmen der BUGA in und um die Stadt herum gesetzt wurden: Beispielsweise ein Radlweg, der auf 170 Kilometern rings um die Landeshauptstadt herum führt; oder die Wildblumenteppiche, die als wertvolle Bienen- und Insektenweiden dienen; oder die schnurgeraden Parallel-Gärten, die alle Jahre von Frühling bis Spätsommer mit Rosenduft in Atem fast zwei Kilometer lange Parkterasse, die mit ihrem dahinter gelagerten Aktivitätenband andere Sichtweisen ermöglicht und bis heute junge und alte Parkgäste mit einer Vielzahl von Spiel- und Sportmöglichkeiten zum Nulltarif lockt und begeistert.Oder die beiden Rodelhügel, die freilich nicht nur dem Winterspaß dienen sondern zu jeder Jahreszeit Sonnenaufgang-Joggern, Drachensteigern, Aussichtsbegeisterten und Silvestergästen einen markante Erhöhung an der Stadtgrenze bieten. Last not least: Die Attraktion am südöstlichen Rand des Parks, der zehn Hektar große Badesee, ebenfalls eröffnet zur BUGA und seitdem Magnet für Sommerfrischler und Spaziergänger. Kein Zweifel: Die BUGA 2005 hat markante Spuren hinterlassen.

Landschaftspark Riem

Die Stadt München übernahm den Riemer Park offiziell von der BUGA 2005 GmbH. Er steht allen Besucherinnen und Besuchern zur Erholung zur Verfügung. Keine locker geschwungenen Linien, sondern lange, geradlinige Achsen und streng geometrische Flächen prägen das Bild des Riemer Parks. Schnurgerade Böschungen und rasterartige, auf bis zu drei Meter hohen Schollen angelegte Gehölzpflanzungen lassen keine Zweifel bei den Besuchern aufkommen: hier wurde eine höchst artifizielle Landschaft geschaffen. Proportionen und Perspektiven der Landschaftselemente inszenieren wirkungsvoll die Weite des Raumes.

Geplant hat diesen ungewöhnlichen Park das Pariser Landschaftsarchitekturbüro Latitude Nord von Gilles Vexlard. 1995 gewann er den Ideen- und Realisierungswettbewerb für den Riemer Park. Der wesentliche Entwurfsgedanke ist von der Lage des Landschaftsparks zwischen den Waldflächen im Südosten und der strukturarmen Kulturlandschaft im Nordosten Münchens abgeleitet. Diagonal angeordnete Gehölzflächen stehen in einer weiten Fläche aus Grasheiden und spiegeln die Verzahnung eines bewaldeten mit einem offenen Landschaftsraum wider.

Der Park erfüllt eine wichtige Funktion als Frischluftschneise für die in der Messestadt lebenden und arbeitenden Menschen. Sowohl die Gehölzstreifen als auch die offenen Flächen verlaufen von Südwest nach Nordost - im Strom der Hauptwindrichtung.

Riemer Park - Ein Park ohne Grenzen

Der Riemer Park ist durch seine Gestaltung offen gegenüber seiner Umgebung. Mit seinem umfangreichen Wegesystem vermittelt er zwischen den umliegenden Stadtteilen und Ortschaften und leitet im Osten in die Kulturlandschaft über - ein „Park ohne Grenzen“.
In Ost-West-Richtung schiebt sich das 1,8 Kilometer lange und 180 Meter breite Aktivitätenband zwischen die Messestadt Riem und die südlich angrenzende, landschaftlich geprägte Fläche. Dadurch wird der Park in einen intensiv nutzbaren Bereich im Norden und den ruhigeren, weitläufigen Bereich im Süden gegliedert. Im Osten führt das Aktivitätenband zum 10 Hektar großen Badesee mit seinen abwechslungsreichen Ufern und zu zwei 20 Meter hohen Rodelhügeln. Die Hügel bieten eine weite Aussicht über die Münchner Ebene.

Größte städtische Grünanlage in München

Der Park mit seinen 130 Hektar Fläche wird durch mehr als 20.000 Bäume geprägt. 10.000 Quadratmeter Rosen- und Staudenflächen befinden sich in den „Parallelen Gärten“. Weitere besondere Attraktionen sind ein Großspielplatz für Kinder aller Altersgruppen, ein Geländespielplatz, daneben die Skate-Anlage und östlich des Sees zwei Beachvolleyballfelder.

Im Süden des Riemer Parks liegen ökologisch wertvolle Magerrasen. Diese weiten, charakteristischen Flächen laden vor allem im Sommer mit ihrer Artenvielfalt und ihrem Blütenreichtum zum Durchstreifen ein. Das Baureferat (Gartenbau) bietet regelmäßig im Sommer Führungen für Bürgerinnen und Bürger zu den Blumenwiesen im Park an.

Relikte der BUGA 2005 im Riemer Park

Einige besonderheiten der BUGA 2005 sind dem Riemer Park erhalten geblieben. Die wesentlichsten Elemente sind hier die „Parallelen Gärten“ mit ihren Staudenbereichen, die „Senkgärten“ mit Ihren Pflanz- und Spielbereichen sowie der „Friendship-Garten“, ein Geschenk der Partenerstadt Cincinnati anlässlich der BUGA 2005

Quelle:
Landeshauptstadt München
Baureferat