Quelle: lagom

Verkehrsentwicklungsplan

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) ist ein konzeptionelles, übergeordnetes Steuerungsinstrument, in dem die Ziele und Strategien der Stadtentwicklung im Bereich Verkehr dargestellt werden. Er schafft für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren den Rahmen für die verkehrliche Entwicklung in München. Verantwortlichen in Politik und Planung, betroffenen Institutionen, Firmen sowie Bürgerinnen und Bürgern dient er als Orientierung.

Im Verkehrsentwicklungsplan werden alle übergeordneten Vorhaben der Stadt im Bereich des Verkehrs festgelegt; zu den verschiedenen Verkehrsmitteln und ihren Einsatzbereichen werden konkrete Aussagen getroffen. Dabei finden sowohl soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Aspekte als auch die unterschiedlichen Anforderungen von Frauen und Männern an die verschiedenen Verkehrssysteme Berücksichtigung.

Der Verkehrsentwicklungsplan wurde in den vergangenen Jahren in mehreren Stufen und zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Stadtrat und den Bezirksausschüssen, dem Umland sowie mit Institutionen und Verbänden diskutiert. Am 15. März 2006 wurde der Verkehrsentwicklungsplan als Leitprojekt der PERSPEKTIVE MÜNCHEN durch den Stadtrat der Landeshauptstadt München verabschiedet. Folgende Ziele wurden formuliert:

Verkehr vermindern

Um auch zukünftig eine stadtverträgliche Mobilität in München für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicherzustellen, haben alle Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität. Der Anteil der zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV zurückgelegten Wege soll erhöht werden.

Verkehr verlagern

Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs soll die Straßen von individuellem Kfz-Verkehr zu Gunsten des nicht verlagerbaren Wirtschaftsverkehrs freihalten. Die sinnvolle Ergänzung des Straßennetzes, die Errichtung von Güterverkehrs- und Güterverteilzentren sowie die Umsetzung eines kooperativen City-Logistik-Konzeptes werden für unverzichtbar gehalten, um die Bedingungen für den Wirtschaftsverkehr zu verbessern.

Verkehr steuern

Um die Belastungen aus dem Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten, muss der nicht vermeidbare und nicht verlagerbare Kfz-Verkehr stadtverträglich organisiert werden. Dazu gehören verkehrslenkende Maßnahmen für überörtliche und innerstädtische Verbindungen und der verstärkte Telematik-Einsatz zur besseren Verkehrssteuerung.

Quelle:
Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung