Quelle: Baureferat

Quelle: Christoph Girardet

Quelle: Baureferat

Quelle: Baureferat

Neuhauser Trafo 1. Bauabschnitt

Im „Neuhauser Trafo“: Münchner Stadtbibliothek, VHS, Alten- und Servicezentrum und Geschichtswerkstatt

Der Trafo der Münchner Elektrizitätswerke an der Nymphenburger Straße aus dem Jahr 1906 hat den Stadtteil Neuhausen bis in die jüngste Vergangenheit geprägt. Nach dem Abriss des alten Gebäudes ist als erster Bauabschnitt ein moderner fünfgeschossiger Neubau entstanden. Die Architekten orientierten sich an der angrenzenden Gründerzeitbebauung und interpretierten diese zeitgemäß. Die Münchner Volkshochschule, die Münchner Stadtbibliothek, das Alten- und Service-Zentrum und die Geschichtswerkstatt Neuhausen sind eingezogen.

Weil jede der Einrichtungen zu unterschiedlichen Tageszeiten genutzt wird, gibt es separate Eingänge. Alle Stockwerke sind behindertengerecht und über einen Fahrstuhl zu erreichen. Die Mittelpunktsbibliothek ist auf vier Etagen verteilt, die durch eine offene Treppe verbunden sind. Im Erdgeschoss befindet sich die automatische Bücherrückgabe, im Untergeschoss die Mediathek und die Jugendbibliothek. Das erste Obergeschoss verbindet den Neubau mit dem sanierten Altbau. Dessen unterspanntes Betontonnendach aus dem Jahr 1928 ist eine in München einmalige Deckenkonstruktion. Sie beherbergt nun auf einer Holzempore unter dem Gewölbe eine modern gestaltete Lesegalerie. Im zweiten Obergeschoss haben Kinder ihr Bücherparadies. Die Münchner Volkshochschule nutzt das dritte und vierte Obergeschoss mit modernster und flexibler Ausstattung sowie zwei großen Sport- und Tanzsälen. Über den Dächern der Stadt im vierten Stock hat die Geschichtswerkstatt Neuhausen ihren Sitz. Und im rückwärtigen Teil des Grundstücks ist ein Alten- und Servicezentrum entstanden.

Im Rahmen von QUIVID hat der Künstler Christoph Girardet ein ungewöhnliches Kunst-am-Bau-Projekt realisiert: „Der Krake“. Täglich um 22 Uhr startet eine nächtliche Video-Projektion, die das Erkerfenster im 3. Stock zum magisch leuchtenden Tiefseeaquarium macht.

Architektur:
a + p Architekten, München

Quelle:
Baureferat