Quelle: QS2M

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Quelle: Diener & Diener Architekten und Vogt Landschaftsarchitekten

Südseite

Als der Siemens-Vorstand 2008 entschied, dass Siemens sich aus der Kommunikationsbranche zurückziehen sollte, wurde der Standort Hofmannstraße zur Industriebrache. Das denkmalgeschützte Hochhaus und auch Gebäude stehen heute noch, andere wurden entfernt. Das ganze Viertel befindet sich seitdem im Umbruch. Ein neues Planungs­konzept für frühere Siemens-Flächen im Bereich Baierbrunner Straße und St.-Wendel-Straße will mit mehr als 900 Wohnungen neuen Wohnraum erschließen, wo vorher Parkplatz und Gewerbe­flächen lagen. Das Planungsgebiet wird von einer zentralen, öffentlichen Grünfläche ausgehend gestaltet. Der zentrale Park reicht von der Baierbrunner bis zur St.-Wendel-Straße und schafft Verbindungen zum bestehenden Grünraum und den Wegen in den angrenzenden Arealen bis zur Isar.

Das große Wohngebiet wird zwischen der St.-Wendel-Straße und der Bahnlinie liegen. Hier werden fünfgeschossige Gebäude am Rand des Geländes die Innenhöfe und die im Innenraum stehenden Wohnhochhäuser abschirmen. Der großzügige begrünte Innenbereich trägt zur hervorragenden Wohnqualität des neuen Viertels bei. Der städtebauliche Entwurf stammt von Diener & Diener Architekten in Zusammenarbeit mit Vogt Landschaftsarchitekten.

Zwischen Baierbrunner Straße und der Haltestelle Siemenswerke wird eine Grundschule mit Tagesheim und eine Kindertagesstätte mit drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen entstehen. Ein Nah­ver­sorgungszentrum mit Fachgeschäften, Ärzten, Läden und öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel einer Niederlassung der Münchener Volkshoch­schulen, soll die notwendige Infrastruktur für die Anwohner bereitstellen. Am Südende wird das Gelände durch ein Pflegezentrum abgeschlossen, das als Rundbau geplant ist.

Die Baierbrunner Straße wird eine klare, um die 20 Meter hohe Fassadenkante zeigen. Sie schafft einen visuellen Ausgleich zu dem dominant gegenüber stehenden Hochhaus.

Die fünf Wohnhäuser werden als neues Element das Ortsbild von Obersendling mit prägen. Über die große Freifläche südlich der Siemensallee hinweg soll das Ensemble als ein Zeichen des Wandels wahrgenommen werden.

Quelle:
Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung