Quelle: LHM DIR PIA, Michael Nagy

Quelle: Baureferat

Quelle: Baureferat

Technisches Betriebszentrum

Das „Gehirn“ des Münchner Straßenverkehrs

Das neue Technische Betriebszentrum vereint - als zentrale Steuerungseinheit - alle Einrichtungen, die für die Überwachung und Sicherung des Verkehrs auf Münchner Straßen verantwortlich sind.

Das neue Technische Betriebstzentrum ersetzt die ehemaligen, stark sanierungsbedürftigen Bauhöfe des Verkehrszeichenbetriebs sowie der Straßenbeleuchtung und Verkehrsleittechnik. Deren über Jahrzehnte gewachsene Strukturen ermöglichten keine strukturelle Optimierung und standen einer zeitgerechten, funktionalen und witschaftlichen Betriebsführung im Weg. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 41 Mio. Euro. Sie refinanzieren sich nahezu zu 100 Prozent durch die voraussichtlichen Grundstückserlöse der Flächen in der Schwere-Reiter-Straße und der Kagerstraße sowie die eingesparten Sanierungskosten. Mit Beschluss vom 5. Mai 2009 genehmigte der Stadtrat die Baudurchführung.

Neubau mit unterschiedlichen Funktionen

Mit zwei klar geschnittenen, durch ein Glasdach verbundenen Gebäuderiegeln präsentiert sich das Technische Betriebszentrum an der Schragenhofstraße. Entsprechend ihrer unterschiedlichen funktionalen Anforderungen sind die beiden Baukörper in einen beheizten und einen kalten Gebäudeteil gegliedert.

Der Eingang des Zentrums liegt im Südwesten. Über einen Aufzug sind alle Stockwerke barrierefrei erreichbar. Südlich des Aufzuges befinden sich die Verkehrsleitzentrale, die zentralen Besprechungsräume und die Cafeteria. Nördlich anschließend liegen die Werkstattbereiche und die Büroeinheiten, die über einen Flur mit visuellem Bezug zum Werksbetrieb erschlossen sind.

Die Parkdecks für Dienst- und Mitarbeiterfahrzeuge sowie die Lagerflächen im unbeheizten Gebäudeteil sind als Stahlkonstruktion mit hoher Anpassungsfähigkeit konzipiert. Die zwischen den beiden Gebäuderiegeln liegende “Magistrale” ist mit einer geneigten Stahldachkonstruktion mit integrierten Photovoltaikelementen überdacht. Sie dient der Be- und Entladung.

Die variierende Kubatur und das differenzierte Fassadenbild der Gebäudeteile werden durch die umlaufende Struktur aus netzartigem Streckmetall in ihrem Erscheinungsbild gestalterisch zusammengefasst, bleiben jedoch dahinter stets schemenhaft ablesbar.

Viele Aufgaben unter einem Dach

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Technischen Betriebszentrum sorgen für einen zuverlässigen Betrieb der technischen Anlagen im gesamten Stadtgebiet. Dazu zählen unter anderem 95.000 Straßenleuchten, 25.000 Tunnelleuchten, 1.100 Ampelanlagen, 5.300 Messquerschnitte zur Verkehrsdetektion, 2.700 mobile und über 1.000.000 feste Beschilderungen, 4.450 Parkscheinautomaten, etc.
Das erforderliche Material und Ersatzteile, wie z.B. Leuchten, Masten, Kabel und Parkscheinautomaten, werden in einem hochmodernen Lager vorgehalten. In den Werkstätten werden defekte Anlagenteile umgehend repariert, um die Verkehrssicherheit auf den Münchner Straßen zu gewährleisten. Außerdem überwacht und steuert das Personal rund um die Uhr den Verkehr in der Landeshauptstadt.
In der neuen Verkehrsleitzentrale München, die sich im Technischen Betriebszentrum befindet, arbeitet ein interdisziplinäres Team des Baureferates, des Kreisverwaltungsreferates und der Polizei. Eine 17 Meter breite Multimediawand visualisiert die Verkehrslage und die Betriebszustände der technischen Anlagen aller Münchner Hauptstraßen. Bei Störungen insbesondere in den Straßentunneln können die Operatorinnen und Operatoren effektiv und reaktionsschnell die Verkehrssituation erfassen und zielgerichtet reagieren. Nach Unfällen oder Störungen der Systeme übernimmt der Entstördienst des Baureferates die Erstversorgung defekter Einrichtungen vor Ort. Die Bürgerinnen und Bürger erreichen hier im Technischen Betriebszentrum die Servicetelefone „Bei Anruf Licht“ und „Rein und Sauber“.

Quelle:
Landeshauptstadt München
Baureferat